Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter
Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Agenturentwicklung | | von Leif Pellikan

"2017 was not a pretty year" für WPP und auch Publicis

WPP-CEO Sir Martin Sorrell ist mit dem abgelaufenen Jahr nicht zufrieden. Die Zahlen – und für etwas anderes kann sich Sorrell nur schwer begeistern – waren schlecht. "Not a pretty year", kommentierte der CEO. Der organische Nettoumsatz reduzierte sich um 0,9 Prozent. Zuvor gab es jahrelang einen Rekord nach dem anderen. Vor allem das klassische Werbegeschäft schwächelt. Sorrell will seine Angebote nun "simplifizieren". Oder anders: Die einzelnen Agenturen müssen enger zusammenarbeiten und einheitliche Tools und Produkte einsetzen und verkaufen. Dieser Umbau hat längst begonnen. Dazu gehört auch der Umbau der Mediatöchter MEC und Maxus zu Wavemaker. Aber die monetären Ergebnisse lassen noch auf sich warten.

Besonders ärgerlich: Deutschland zählt inzwischen zu den Sorgenkindern. Hier fiel der Gesamtumsatz von WPP um 0,9 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. In den beiden Jahren davor standen hier noch plus 6,7 und 8,0 Prozent Wachstum – nur Indien legte mehr zu. Publicis erging es 2017 noch schlimmer. Die Franzosen meldeten für Deutschland ein Umsatzminus von 6,9 Prozent. Offenbar haben die alten Modelle ausgedient. Mit Kreation ist kaum mehr Geld zu verdienen, und das Mediabusiness folgt dank Google und Facebook anderen Regeln. Das wissen die Holdings. Nur zahlt sich der Umbau der Agenturen unter dem Strich noch nicht aus.

"2017 was not a pretty year" für WPP und auch Publicis

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