Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter
Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Kundenbeziehung | | von Leif Pellikan

Agenturen sollten lieber an der echten Liebe arbeiten, statt zu parshippen

Alle elf Minuten verliebt sich ein Single auf Parship. Was die Zeile der Partnervermittlung verheimlicht: Viele glückliche Paare trennen sich irgendwann wieder – und das immer öfter. Es ist unsere Zeit. Ein paar nette Zeilen mit den Wunschvorstellungen und schon geht es in die nächste Beziehung. So in etwa verhält es sich neuerdings auch zwischen Agenturen und Kunden. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Mediaagenturen. Hier wird der Partner so oft gewechselt wie noch nie.

Nur unterscheidet sich die menschliche Liebelei in einem Punkt grundsätzlich von den Agentur-Kunden-Beziehungen. Hier hat der eine Teil, der Kunde, ganz klar die Hosen an, und er will immer mehr. Für den designierten globalen OMD-Chef Florian Adamski lautet das Fazit deshalb: „Einen Pitch gewinnst du nur noch, wenn du dich ihm mit Haut und Haaren verschreibst. Standardlösungen reichen nicht.“ OMD konnte da gar nicht anders, als eine Reihe von Dates abzusagen.

Gleiches gilt für Kreativagenturen. Die Kunden finden immer häufiger gute Gründe für neue Beauty-Contests. Das führt unweigerlich zu einer großen Auswahl an Agenturen, aber auch zu mehr unglücklichen Beziehungen. Ein ungleicher Flirt, der nichts gebiert als Frust. Der Markenarbeit ist damit kaum geholfen. Wie wäre es als Gegenentwurf mal mit echter Liebe?

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Agenturen sollten lieber an der echten Liebe arbeiten, statt zu parshippen

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