Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter
Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

M&A | | von Uli Busch

Ausverkauf in Deutschlands Agenturlandschaft

Herrscht denn so etwas wie Schlussverkauf? Die Zahl der großen, unabhängigen Kreativ- und Digitalagenturen schrumpft jedenfalls bedenklich. Der jüngste Coup: Thjnk mit 400 Mitarbeitern ging an WPP. Im Februar krallte sich Accenture das 500 Mann starke Team von Sinner Schrader. "Es gab noch nie eine bessere Zeit als jetzt, eine Agentur zu verkaufen", erklärt Julian Riedlbauer, Partner bei der M&A-Beratung Bullhound.

In Deutschland vermittelte Bullhound unter anderem Conrad Caine an WPP, TLGG an Omnicom und die Münchner Agentur Designit ging jüngst an Wipro. An wen? Einen IT-Dienstleistungskonzern aus Indien. Das verdeutlicht, die Masse der potenziellen Käufer hat sich massiv ausgeweitet, wie Riedlbauer in der aktuellen Titelgeschichte des Kontakter erklärt.

Es ist sicher keine gewagte Spekulation: Serviceplan, Jung von Matt, vielleicht auch Antoni und manche der Digitalgruppen wie UDG, PIA und Diva-e dürften schon das eine oder andere Gespräch geführt haben.
Aber ist es schlimm, wenn Made in Germany und der Standort Deutschland derart geschätzt werden? Die Frage kann jeder für sich beantworten. Fakt ist, die Globalisierung macht keinen Halt vor der Agenturbranche. Wieso auch, nur wenige Branchen sind so international verstrickt. Und eine deutsche Hoffnung bleibt ja: Vielleicht schließt Serviceplan irgendwann zu den großen Networks auf.

Mehr dazu lesen Sie im aktuellen Kontakter, Ausgabe 15/2017. Abo?

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