Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter
Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Zukunft der Agenturen | | von Peter Hammer

Darum ist es so ermüdend, immer wieder vom Ende der Agentur zu lesen

Jetzt auch Stephan Ganser. Nach 33 Jahren in Agenturen wechselt der gestandene Kreative und Ex-Publicis-Geschäftsführer in die Selbständigkeit. Grund: Er glaubt nicht mehr an das Geschäftsmodell Agentur. Vor allem, wenn es "tradiert" daherkomme.

Damit befindet er sich in guter Gesellschaft. Es ist en vogue, die Agentur als Auslaufmodell zu bezeichnen. Doch stimmt das? Und überhaupt! Was macht eine Agentur heute aus? Das Arbeiten mit Festangestellten? Aufstellung und Ausrichtung? Strukturen und Prozesse?

Natürlich sind die "Mad Men"-Zeiten unwiderruflich vorbei. Doch selbst in den 60- und 70er Jahren gab es Agenturen, die überzeugende oder auch weniger gute Lösungen für die Probleme hatten. Die einen prosperierten, die anderen kämpften oder verschwanden vom Markt. Letzteren war es nicht gelungen, sich neuen Verhältnissen anzupassen. Und das gilt bis heute. Erfolgreiche Agenturen zeichnet es aus, dass sie sich immer wieder neu erfinden, gute Antennen dafür entwickeln, was der Markt verlangt und wie sie darauf reagieren müssen. Dass die Antworten darauf angesichts einer sich extrem schnell und teils radikal ändernden (Kommunikations-)Welt vielfältig ausfallen - wen wundert es? Das Ende der "Agentur" indes bedeutet es allerdings nicht.

Darum ist es so ermüdend, immer wieder vom Ende der Agentur zu lesen

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