Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim "Kontakter"
Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim "Kontakter" © Foto:Thomas Dashuber

Nachwuchssicherung | | von Peter Hammer

Darum sollten manche Agentur schweigen, statt zu klagen

Seit Langem klagen Agenturen, dass es schwer sei, guten Nachwuchs zu finden. Daher wurde die Messe "adday/adnight" aufgesetzt und seit 2017 läuft sogar eine verbändeübergreifende Employer-Branding-Kampagne. Auf der anderen Seite droht jetzt der Creative Masterclass in München das Aus. 2005 gründete Feico Dershow die Classes, um Texter, Grafiker und Designer nebenberuflich weiterzubilden. Doch es fehlt an Schülern. Die ortsansässigen Agenturen, wird kolportiert, seien nicht willens, ihre Leute für wenige Wochen im Jahr so aus der Arbeit zu lassen, dass sie sich ab 19 Uhr fortbilden können.

Das wäre fatal – und kann bei der einen oder anderen Agentur auch der Fall sein. Aber gleichzeitig stellt sich die Frage, ob das MCAD-Konzept nicht etwas in die Jahre gekommen ist. Offenbar gab es Gespräche darüber, wie man die Masterclass ins digitale Zeitalter überführen kann. Eine befriedigende Antwort wurde offenbar nicht gefunden.

Dennoch bleibt ein Geschmäckle. Die MCAD ist kein Einzelfall. Auch die Texterschmiede in Hamburg klagt über zu wenige Anmeldungen. Das Problem ist nicht nur die gesunkene Attraktivität des Berufsstands. Eine ganze Reihe Agenturen hat zwar in der Vergangenheit von der "Schmiede" profitiert, sie tun aber nichts, um Interessenten die Wahl schmackhaft zu machen.

Darum sollten manche Agentur schweigen, statt zu klagen

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