Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter
Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Kreativ-Awards | | von Leif Pellikan

Die Völlerei in der Awardsaison sorgt für Magengrummeln

Eine exzellente Kampagne ist wie ein ausgezeichnetes Sternemenü, etwas für alle Sinne. Gaumen, Nase und Auge erfreuen sich gleichermaßen über das Zusammenspiel der Zutaten. Natürlich werden die Werbemenüs komplexer, wie die Awards zeigen. 24 Löwenkategorien gab es 2016 in Cannes. Dieses Jahr kommen weitere fünf hinzu. Beim ADC addieren sich die Hauptkategorien auf 39 Nagelschachteln.

Nur lassen sich die meisten Arbeiten kaum mehr einer Kategorie eindeutig zuordnen, geschweige denn einzelnen Köchen. Den Ausschlag für einen Preis geben meist nur noch die großen Ideen. Folglich werden immer mehr Marketingrezepte ausgezeichnet, nur die herausragenden Köche der großen Menüs stechen nicht mehr hervor.

Dem Magen ist es ohnehin herzliche egal, was ein Koch fabriziert, egal wie herausragend. Er braucht Nährstoffe, um den Körper am Laufen zu halten. Die Zusammensetzung entscheidet. Agenturen folgen dem Gedanken längst. Sie rücken enger zusammen, tun viel, damit die Kommunikation für den Kunden funktioniert. Wer dann welche Beilage und welches Gewürz beisteuert, lässt sich also immer seltener bestimmen.

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Die Völlerei in der Awardsaison sorgt für Magengrummeln

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