Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter
Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Cannes-Relaunch | | von Peter Hammer

Es besteht noch Hoffnung für den Award-Zirkus: Cannes tritt auf die Bremse

Die Bombe platzte Montagabend: Der Cannes-Veranstalter IAF erklärte, wie das internationale Werbefestival in Cannes 2018 aussehen wird. Es wird kürzer (nur noch fünf Tage), die Zahl der Subkategorien wurde um 120 reduziert; die Sparten Cyber, Integrated und Promo & Activation fallen weg, neue kommen dazu. Social-Arbeiten werden separat gewertet, die maximale Einreichung von Arbeiten ist limitiert. Es gibt eine Kostenbremse für Taxis wie Hotels, der Festival-Pass wird um rund ein Drittel billiger.

Es ist eine Vollbremsung. Jahrelang lautete die Maxime der Gelddruckmaschine „Bigger is better“. Bis dieses Jahr etlichen Holdingbossen der Kragen platzte. WPP-CEO Martin Sorrell kritisierte die Kosten, Publicis-Chef Arthur Sadoun verkündete gar den Rückzug vom Wettbewerb.

Die Änderungen sind nur zu begruüßen. Auch wenn sie noch konsequenter hätten ausfallen können. Schließlich war das Festival zuletzt komplett aus den Fugen geraten. Und es ist ein wichtiges Signal an die Veranstalter anderer nationaler wie internationaler Wettbewerbe, den Bogen nicht noch mehr zu überspannen. So auch an den ADC von Deutschland, der seinen Wettbewerb in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hat, aber auch an den GWA, der künftig deutlich mehr Kategorien zum Einreichen anbieten will. Zeit wär’s. 

Es besteht noch Hoffnung für den Award-Zirkus: Cannes tritt auf die Bremse

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!