Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter
Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

GWA-Frühjahrsmonitor | | von Leif Pellikan

Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft

Das abgelaufene Jahr lief deutlich schlechter als gedacht. Die im GWA organisierten Agenturen wuchsen 2017 im Schnitt nur um ein Prozent. Laut Prognose sollten es zwischen vier und fünf Prozent werden. Dies überrascht nicht. Nahezu alle Werbeholdings hatten bereits bescheidene Zahlen vermeldet. Publicis und WPP bezeichneten ihre deutschen Töchter explizit als Sorgenkinder. 

Der Blick in die Details des Frühjahrsmonitors zeigt, dass nur 49 Prozent der Agenturen überhaupt zulegen konnten. 2016 waren es noch 63 Prozent. Die Digitalisierung sorgt für Kopfzerbrechen und für mehr Projektgeschäft sowie harte Preisverhandlungen seitens der Kunden (die auch Geld für die Digitalisierung zurücklegen). Gleichwohl stehen Investments in Technik und Personal an. Bei 62 Prozent der GWA-Agenturen stiegen die Ausgaben für Mitarbeiter bereits 2017. Der Posten ist unverändert derjenige mit der größten Tendenz nach oben, gefolgt von IT. 

Die Holdingbosse bestätigen diese Entwicklung auch international. Die Folge sind Umbauten bei WPP, Publicis und Co. Doch all das trübt nicht die Aussichten. Wie im Vorjahr gehen 62 Prozent der GWA-Agenturchefs davon aus, dass 2018 mehr in die Kassen kommt. Die Renditen sollen auf zehn Prozent leicht steigen. Wenn das mal so kommt. Denn die Rahmenbedingungen ändern sich schließlich nicht. 

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Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft

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