Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter
Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Cannes | | von Uli Busch

In zwölf Monaten wird Cannes wieder anders aussehen

Zuletzt zogen dunkle Wolken auf über Cannes. Noch während die Jurys tagten und der Kongress Besucher lockte, wurde Kritik an der Gigantonomie und der Ausrichtung des weltweiten Werbefestivals laut. Seitens der Agenturen wie der Werbungtreibenden. So stellte WPP-Boss Martin Sorrell die Kosten-Nutzen-Frage und befand: Cannes ist viel zu teuer. Amir Kassaei, weltweiter DDB-Kreativchef, will, dass 2018 nicht mehr in Cannes eingereicht wird. Arthur Sadoun, frisch gekrönter CEO der Holding Publicis, hat genau das beschlossen. Dem Veranstalter drohen somit massive finanzielle Einbußen.

Damit nicht genug. Marc Pritchard, Chief Brand Officer beim weltgrößten Werbungtreibenden Procter & Gamble, fordert eine Rückbesinnung auf die eigentlichen Ziele des Festivals. Das lautet eben nicht (nur), die Welt besser machen zu wollen als sie ist. Es geht auch um kreative Lösungen für die Probleme der Unternehmen. Es geht ums Geschäft, um Wachstum. Schallender kann eine Ohrfeige kaum ausfallen.

Kein Wunder, dass die Cannes-Macher flugs die Notbremse gezogen haben. Ein Beratungskomitee, in dem alle Stakeholder vertreten sind, soll nun den künftigen Kurs des Festivals festzurren. Das Ergebnis steht verständlicherweise noch aus. Aber es wird sich einiges ändern müssen.

In zwölf Monaten wird Cannes wieder anders aussehen

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