Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim "Kontakter"
Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim "Kontakter" © Foto:Thomas Dashuber

Kunden-Agenturbeziehung | | von Daniela Zimmer

Natürlich sind Agenturen austauschbar. Aber das will nichts heißen

Reflektieren Kunden, was sie über Agenturen sagen? Nicht immer. So hat sich die Tage ein Marketer von Obi sehr weit aus dem Fenster gelehnt. "Die Identität einer Marke entsteht nun einmal sehr stark von innen aus der Kultur und den Kompetenzen eines Unternehmens", so Christian von Hegel in "Horizont" mit Blick auf die Bedeutung einer Leadagentur. "Eine Agenturleistung kann ich mir jederzeit dazukaufen, aber die kann auch jeder meiner Wettbewerber kaufen – hierdurch entsteht kein Wettbewerbsvorteil."

Wumms. Das sitzt. Agenturen wieder auf gleicher Höhe mit dem Lieferanten, der die Kantine mit Sprudel versorgt. Irgendwie wichtig, aber doch völlig austauschbar. Das kann man so sehen. Wenn man sich aber bewusst macht, wie oft Marketer Schindluder mit den Marken betreiben! Weil sie eigene Duftmarken setzen wollen. Weil sie nur für kurze Zeit Verantwortung übernehmen müssen. Oder weil es ihnen schlicht an Wissen fehlt. 

Dann ist wichtig, eine Agentur an der Seite zu haben, die weiß, was eine Marke ausmacht, wie sie funktioniert. Weil sie lange mit ihr und für sie gearbeitet hat. Nicht nur auf einem Projekt, sondern umfassend. Oft eben als Leadagentur. Das muss man nicht wollen, klar. Aber einer gesunden Agentur-Kunden-Beziehung helfen Statements à la von Hegel nicht. 

Natürlich sind Agenturen austauschbar. Aber das will nichts heißen

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