Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter
Leif Pellikan ist Redakteur für Medien und Digitales beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Werbeumfelder | | von Leif Pellikan

Terrorfilme sind ein Anlass, endlich Transparenz einzufordern

Google hat ein Problem - global ziehen große Brands ihre Etats aus Youtube zurück. Die Liste umfasst Dutzende von Konzernen wie GM, AT&T, Pepsi und Johnson & Johnson. Als Grund wird die Gefahr für die Marken durch Umfelder, sprich Videos, genannt, die "offensive" seien. Die britische Times hatte Marken ertappt, die vor Clips warben, die beispielsweise Terrororganisationen wie den IS glorifizieren.

Da darf die Frage gestellt werden: Warum stellen Marketingexperten diese Probleme erst jetzt fest? Braucht es wirklich die Times, um auf die Existenz von bedenklichen Youtube-Umfeldern hinzuweisen? Sicher nicht. Und reicht es, wenn Google nun eine Reihe von Gegenmaßnahmen ankündigt wie eine schnellere Reaktionszeit auf monierte Clips oder eine ausgeweitete Klassifzierung von Inhalten? Sicher ebenfalls nicht.

Google muss für umfassende Transparenz sorgen. Darum dreht sich der Streit. Kunden haben ein Recht zu erfahren, wo und wie lange ihre Spots zu sehen waren und wer sie angesehen hat. Solche Daten liefert jede Website, meist auch, wenn Werbeplätze programmatisch gehandelt werden. Doch Google (und auch Facebook) stemmen sich gegen die externe Datenerfassung. Deshalb sollten Marken mit dem Geldbeutel drohen, wie P&G-Markenchef Marc Pritchand im Februar forderte. Genau das passiert jetzt - dank der Times.

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Terrorfilme sind ein Anlass, endlich Transparenz einzufordern

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