Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter
Peter Hammer ist Redaktionsleiter beim Kontakter © Foto:Thomas Dashuber

Leistungsschau | | von Peter Hammer

Viele Agenturen halten wenig von Transparenz - vor allem bei Rankings

Man sollte alle Branchenrankings abschaffen. Denn ihrer eigentlichen Aufgabe, Transparenz zu schaffen, werden sie kaum gerecht. Stattdessen produzieren sie Unfrieden. Aber das scheint von vielen Agenturen auch nicht anders gewollt. Beispiele? Dem Umsatzranking der Werbeagenturen bleiben seit Jahren die Networks fern. Weil sie nicht melden dürfen (und oft genug darüber auch froh sind). Wer einen guten Lauf hat, findet aber andere Wege, dies kund zu tun. Auch gibt es Inhaberagenturen, die nur alle zwei Jahre melden, um die Testatpflicht zu umgehen.

Oder das Umsatzranking der Eventagenturen. Seitdem nicht mehr ungehindert fabuliert werden kann, weil die Angaben kostenpflichtig überprüft werden, dümpelt das Ranking vor sich hin. Gut möglich, dass es sogar komplett eingestellt wird. Das scheint die Spezialisten für Live-Kommunikation und ihren Verband FAMAB nicht zu stören.
Schade auch, dass in der aktuellen Hitliste der größten PR-Agenturen, die sich in der aktuellen Ausgabe 8/2017 des Kontakter findet, nur etwa ein Drittel der teilnehmenden Firmen ihr Ergebnis testieren ließen. Das Gros, darunter auch etliche Inhaberagenturen, verzichtete darauf. Und schmälern so die Aussagekraft des Rankings, das es immerhin seit mehr als 20 Jahren gibt.

Viele Agenturen halten wenig von Transparenz - vor allem bei Rankings

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